Wir werden immer älter

Sie sind hier:

Wir werden immer älter

Premiere für die „Regionalen Pflegetage“ auf der trend-messe in Fulda.

Die Deutschen werden laut statistischem Bundesamt immer älter – verbesserter medizinischer Versorgung, Hygiene und Ernährung sei Dank. Und es gibt immer mehr Ältere. Eine Entwicklung, die andauern wird. Denn die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er- und 1960er-Jahre, die sogenannten Babyboomer, kommen nun nach und nach ins Rentenalter. Parallel zur älter werdenden Gesellschaft verzeichnet das Demografieportal des Bundes und der Länder eine wachsende Zahl an Pflegebedürftigen (demografie-portal.de). 1999 waren 2 Millionen Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen, 2017 bereits 3,4 Millionen, 2050 könnten es über 5 Millionen sein.

Wissen

Für Ralf Neu, selbst Babyboomer, ist das ein guter Grund, sich bewusst aufs Älterwerden vorzubereiten. Er ist der Organisator der ersten „Regionalen Pflegetage“ in Fulda, die am 12. und 13. März 2020 im Rahmen der trend-messe stattfinden. Was ihn antreibt: „Ich sehe an meinem eigenen, inzwischen hochbetagten Vater, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und wie viele Stolpersteine es gibt, wenn Informationen fehlen.“ Neu will gemeinsam mit den Ausstellern der „Regionalen Pflegetage“ mehr Transparenz in das komplexe Thema bringen und Interessierten, Pflegebedürftigen und Angehörigen gleichermaßen Orientierung bieten. Regionale Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste geben Einblick in ambulante oder stationäre Pflegeangebote. Thematisiert wird das breite Spektrum an Therapiemöglichkeiten ebenso wie die Palliativversorgung im Raum Fulda. Sanitätsanbieter zeigen, mit welchen Hilfsmitteln sie ältere Menschen oder Pflegebedürftige unterstützen können. Die Finanzierung der Pflege und die unabhängige Beratung sind weitere wichtige Punkte, zu denen Besucher kompetente Ansprechpartner auf der Messe finden.

Betreuung

Die Aussteller der „Regionalen Pflegetage“ präsentieren sich in Halle 8 der trend-messe zudem als Arbeitgeber in der Region. Sie informieren über offene Stellen, aber auch über Ausbildungsmöglichkeiten, beispielsweise in der Altenpflegeschule me:care. „Schön wäre es, wenn die Pflegetage zusätzlich als eine Art Jobbörse dienen, auf der sich Unternehmen, Arbeitssuchende und Berufseinsteiger finden,“ meint Neu. Denn gute Fachkräfte sind knapp in der Pflegebranche.

Lebensqualität

Ob pflegebedürftig oder nicht, entscheidend sind Lebensfreude und Lebensqualität im Alter. Welche Rolle spielt dabei die finanzielle Versorgung? Autofahren ist ein Stück Freiheit, doch wie lange macht es Sinn? Sind Tiere die richtigen Partner im Alter? Lohnt es sich noch Englisch zu lernen? Auf der Messe können sich die Besucher über ihre Vorstellungen und Erfahrungen austauschen. Wichtig ist es auf jeden Fall, weiterhin Ziele zu haben und am Leben teilzuhaben – digitale Medien erleichtern das. Den Umgang mit ihnen kann man übrigens auch noch in späten Jahren lernen.

Zurück