Pressemitteilung Kreishandwerkerschaft Fulda

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Pressemitteilung Kreishandwerkerschaft Fulda

Auch in diesem Jahr dient die trend-messe erneut als  Schaufenster des regionalen Handwerks sowie seiner Zulieferer und Partner. Im Vordergrund stehen umfassende Informationen für den Verbraucher zu folgenden Themenbereichen:

  • Bauen und Modernisieren
  • Außenausbau und Gartengestaltung
  • Haustechnik wie Elektro, Heizung, Sanitär und Klimatechnik
  • Wohnen und Einrichten einschließlich Küchen
  • Dienstleistungen rund um das Handwerk  insbesondere Planen und Beraten
  • Ausbildung und Nachwuchsförderung

Das Informationsangebot zu diesen Themen wird von Jahr zu Jahr besser und umfangreicher. Allerdings liegt dies auch daran, dass der technologische Fortschritt gerade im Bereich Haustechnik rasant voran schreitet. Hier den Überblick zu bewahren ist nicht immer so einfach. Die trend-messe bietet dem Verbraucher die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit zumindest einen Überblick zu gewinnen.

Allerdings muss sich auch die trend-messe von Jahr zu Jahr neu auf die aktuellen Herausforderungen des Handwerks ausrichten. Zu nennen sind insbesondere Nachwuchssorgen und Fachkräftemangel, ungelöste Nachfolgeprobleme in vielen kleinen und mittelständischen Betrieben sowie  die Digitalisierung und der rasanter technologischer Fortschritt.

Auf diese Herausforderungen möchten und müssen wir natürlich auch mit der Ausrichtung der trend-messe reagieren und uns darauf einstellen. Deshalb haben wir auch in diesem Jahr wieder einiges für das „update“ der trend-messe 2019 getan.  Erstmalig führen wir explizit den Begriff Ausbildungsmesse im Namen. Und das soll erst der Anfang sein für die weitere Anpassung und Zukunftsausrichtung der trend-messe an die Bedürfnisse ihrer Aussteller, nämlich das Handwerk und seine Zulieferer und Partner.

Dem Handwerk fehlt ausreichender Nachwuchs. Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsleben in den nächsten Jahren wird sich der Fachkräftemangel im Handwerk weiter verschärfen.  Hinzu kommt, dass die Großbetriebe und Konzerne sich zunehmend aus der Ausbildung zurückziehen. 2/3 aller Dax-Betriebe haben ihre Ausbildungsquote in den letzten 10 Jahren deutlich reduziert. Sie sparen sich teure Ausbildung und bedienen sich lieber bei den gut ausgebildeten Fachkräften des Handwerks.

Deshalb setzen  wir konsequent darauf, die trend-messe auch immer mehr zu einer Plattform für die Gewinnung von Nachwuchs für das Handwerk auszubauen. Junge Menschen für einen Beruf zu begeistern gelingt nicht mit Hochglanzbroschüren und realitätsfernen Versprechungen. Wir wollen nicht überreden, sondern wir möchten überzeugen. Deshalb laden wir junge Leute ein, auf der trend-messe zahlreiche Handwerksberufe praktisch auszuprobieren.

Folglich haben wir das Thema Nachwuchsarbeit und Berufsorientierung in der Halle 7 neu ausgerichtet.  So gibt es ein unverändert großes Angebot an Lehrwerkstätten, die zum Mitmachen und Ausprobieren einladen. Allerdings präsentieren sich diese „lebenden Werkstätten in einer ganz neuen Aufmachung. An vielen Stellen hat dort in der Halle 7 die Digitalisierung Einzug gehalten. Virtuelle Planung durch den Verbraucher, BIM (Building Information Modeling) oder der digitale Simulator für die Ausbildung von Baumaschinengeräteführer sind nur einige Stichworte, die hier zu nennen sind.

Im Mittelpunkt unserer zahlreichen „lebenden Werkstätten“ befindet sich auf einer Fläche von fast 200qm die Azubi-Lounge. Hier gibt es für alle Interessierten ein umfangreiches Informationsangebot sowohl in digitaler als auch analoger Form zu den Themen Berufsorientierung, Praktikum, Ausbildung, freie Lehrstellen, Berufsabitur oder auch duale Studiengänge. Auszubildende aus den verschiedenen Gewerken stehen zum entspannten Talk in einer chilligen Atmosphäre und Umgebund zur Verfügung. Und ein kleines Bistro sorgt dort für das leibliche Wohl.

Donnerstag und Freitag besuchen uns – wie jedes Jahr – wieder die Schulen klassenweise. An diesen beiden Tagen sind unsere Lehrwerkstätten wieder fast vollständig ausgebucht. Erstmals haben wir in diesem Jahr auch die Schulen aus den benachbarten Landkreisen eingeladen. Unser Bestreben ist, die trend-messe verstärkt auch dafür zu nutzen, um die Attraktivität Fuldas als Ausbildungsstandort überregional bekannt zu machen. Denn Fulda kann seinen zukünftigen Bedarf an Auszubildenden und Fachkräften nicht mehr aus eigener Kraft stemmen.

Neu in diesem Jahr ist, dass wir erstmalig Jugendliche dazu einladen, sich als Einzelperson verbindlich zur Mitarbeit in einer oder mehreren unserer Lehrwerkstätten anzumelden. Auch hierfür werben wir weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Wer sich über diesen Weg bei uns anmeldet (lehrstelle@ausbildungsplatzoffensive.de) erhält zwei zusätzliche Freikarten für Eltern oder Angehörige und einen Verzehrbon für unser das Bistro in unserer Azubi-Lounge im Wert von 10 Euro. Aber auch ohne Anmeldung ist natürlich jeder eingeladen, bei unseren Werkstätten in der Halle 7 vorbeizuschauen und mitzumachen. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es da zahlreiche „Mehrfachtäter“ gibt, die uns während der Messe wiederholt besuchen.

Neu ausgerichtet haben wir auch den Innovationsabend am Donnerstag und die Verleihung des Innovationspreises. Erstmalig wird dies eine reine Handwerkerveranstaltung werden. Besonders gefreut hat uns, dass auch in diesem Jahr erneut zahlreiche interessante Bewerbungen eingegangen sind.

Alles in allem investiert die Kreishandwerkerschaft mit ihren Innungen in diese Form der Nachwuchsarbeit einen hohen fünfstelligen Betrag. Wir halten das aber für gut angelegtes Geld und für eine Investition in die Zukunft, wovon auch der Verbraucher letztlich wieder profitiert. Denn nur mit gut ausgebildeten Fachkräften sind unsere Betriebe in der Lage, dem Kunden die gewünschte handwerkliche Leistung in hoher Qualität zu liefern.  Stehen Fachkräfte nicht mehr in ausreichender Zahl zur Verfügung, leiden sowohl die Handwerksbetriebe, denen Aufträge verloren gehen,  als auch die Verbraucher, die keinen geeigneten Handwerker mehr finden können. Erste Anzeichen für eine solche Entwicklung sind bei uns bereits zu erkennen, was uns große Sorgen bereitet.

Deshalb leisten wir mit der trend-messe auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung. Gerade dem kleineren Handwerksbetrieb, der es sich alleine nicht leisten kann, größere Beträge für das Anwerben von Fachkräften auszugeben, helfen wir mit dieser Form der gewerkeübergreifenden Nachwuchsarbeit, die frei ist von Interessen eines einzelnen Arbeitgebers.

Froh sind wir auch über die enge Partnerschaft zur Messegesellschaft Kinold, die das wirtschaftliche Risiko dieser Messe trägt. Diese Partnerschaft geht in diesem Jahr in die siebte Runde. Sie zeigt, dass die trend-messe zu einem Erfolgsmodell geworden ist und dass in dem Messestandort Fulda Potential steckt. Wir wünschen uns deshalb eine behutsame Weiterentwicklung dieses Messestandortes. Denn trotz fortschreitender Digitalisierung der Wirtschaft sind Messen in Deutschland unverändert interessant.

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