Von wegen Zukunft

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Von wegen Zukunft

Die 27. Niederbayern-Schau nimmt die Megatrends Digitalisierung und E-Mobilität in den Fokus.

Die Welt ändert sich und mit ihr unser Leben. Neue Technologien beschleunigen dabei den Fortschritt. Im Blickpunkt der diesjährigen Niederbayern-Schau stehen digitale Technik und E-Mobilität. Bei einem Besuch der Messe zeigt sich, wie gegenwärtig die Zukunft in vielen Bereichen bereits ist.

Die Welt der digitalen Möglichkeiten
Der Megatrend Digitalisierung ist dabei, Wirtschaft und Gesellschaft zu revolutionieren. Wie diese „Revolution“ in Niederbayern aussieht, zeigt die regionale Leistungsschau in der Digitalen Halle. Medien, IT-, Software- und Telekommunikationsanbieter präsentieren ihre Angebote rund um die Welt der digitalen Daten. Nicht nur Nerds kommen hier auf ihre Kosten. Die Technologie eröffnet neue Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Ein Beispiel: Man kann Fußball real auf dem Feld spielen oder eben an der Spielkonsole. Welche Vielfalt an virtuellen Sportarten der E-Sport bereits bietet und wie viel Konzentration bzw. Präzision das Spielen erfordert, in der Digitalen Halle erhält man einen Eindruck davon und kann seine eigene „E-Sport-Fitness“ auf die Probe stellen.

Dass in der digitalen Technologie auch jede Menge Unternehmensideen stecken, erkennt man am Stand von LINK, dem Gründerzentrum Landshut. Es ist Teil des Gründerzentrums Digitalisierung Niederbayern (GZDN) mit weiteren Standorten in Passau und Deggendorf. LINK ist eine gut vernetzte Anlaufstelle für Startups, Gründer und Kreative aus der Region und informiert auf der Niederbayern-Schau über sein Beratungsangebot und günstige Workspaces für Jungunternehmer, von denen es ab nächstem Jahr im Neubau des Gründerzentrum noch mehr geben wird. „Uns ist es wichtig, die Startups zu fördern. Über unseren Messestand ermöglichen wir ihnen, sich einem großen Publikum zu präsentieren“, meint Veronika Reichardt vom LINK-Team. Die-Nudl bietet Kostproben ihrer echt-bayerischen, kohlenhydratarmen Nudeln, die Künstlerin Vera Bosdorf handgefertigte Pfeffermühlen. Beide Produktideen verändern bzw. verschönern die Esskultur und können per Online-Shop bezogen werden. Ebenfalls dabei ist die Regionalwerke GmbH, ein Startup, das regionale Energieerzeuger vertrieblich unterstützt und so die Energiewende vorantreibt. Bei My Voiceprint kann man gesprochene Botschaften oder Glückwünsche digital aufzeichnen und die Soundkurve als Kunstwerk drucken lassen. Wer da auf weitere Unternehmensideen kommt oder schon ein Projekt hat, kann gleich beim Landshuter Gründerpreis mitmachen, der am 5. November im Rahmen der Landshuter Gründernacht zum zweiten Mal verliehen wird. LINK hilft bei Fragen gerne weiter.

E-Mobilität erobert die Straßen
Verfolgt man in Deutschland die Debatte über E-Mobilität, kann man kaum glauben, dass die Technologie längst im Einsatz ist. Die PEFRA AG mit Sitz in Bayern fertigte schon bald nach ihrer Gründung im Jahr 1946 Elektrofahrzeuge für den Industriebereich. Das Unternehmen, das mit Blick auf die Themen Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung heuer für die Auszeichnung „Top-Unternehmen Niederbayern“ nominiert wurde, bietet über die Vertriebsgesellschaft E.lisa GmbH mittlerweile zudem Fahrzeuge anderer Anbieter: innovative Flurförderzeuge, übrigens auch im Bereich des autonomen Fahrens, Elektroleichtmobile, Trikes etc. ohne und immer öfter mit Straßenzulassung. Denn die Nachfrage steigt, wie Karl Ebnet, Geschäftsführer und CSO bei der PEFRA Group bestätigt: „Vor allem im kommunalen Bereich, beim Einsatz in Innenstädten und Fußgängerzonen, setzt sich die E-Mobilität immer stärker durch. Aber auch aus dem gewerblichen oder privaten Bereich, Stichwort Lieferfahrzeuge und Gold-Caddy, erhalten wir zunehmend Anfragen.“ Deutschland hat laut Ebnet beim Thema E-Mobilität übrigens Nachholbedarf. Im europäischen Ausland ist man teilweise deutlich weiter.

Ebenfalls emissionsfrei, leise und wirtschaftlich ist man mit E-Bikes, E-Scootern und E-Microcars unterwegs. „Mit einem benzinbetriebenen Motorroller benötigen Sie drei bis vier Liter auf 100 km, da kommen je nach Kraftstoffpreis schnell vier oder fünf Euro zusammen. Bei einem Roller im Elektroantrieb sind Sie auf der gleichen Strecke mit 82 Cent dabei“, rechnet Björn Wackerbauer vor. Eine Rechnung, die man dem Scooter-Händler glauben kann, denn er bietet in seinem elf Meter langen Messetrailer aus Glas sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch mit Elektroantrieb an. Beim Elektrosortiment setzt er auf die junge deutsche Marke Varaneo, die Fahrzeuge in modernem Design oder in Retro-Design vertreibt. Dass deren Akkus nicht fest verbaut sind, ist für Wackerbauer ein entscheidender Vorteil. So kann man sie nach der Fahrt einfach abnehmen und zum Aufladen mit in die Wohnung nehmen, falls am Stellplatz oder in der Garage keine Schuko-Steckdose vorhanden ist. Und wie sieht es mit dem E-Fahrgefühl aus? Auf dem Testparcours im Freigelände kann man es erleben. Danach wünscht man sich die eigene Zukunft wahrscheinlich e-mobil.

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