Unterwegs in Stadt und Land

Sie sind hier:

Unterwegs in Stadt und Land

Eine Messetour entdeckt Möglichkeiten des mobilen (Er-)Lebens

Unter dem Motto „Zeit für Landshut und spannende Geschichte(n)“ begibt sich Landshut Tourismus auf die Spuren der bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das ist nicht nur etwas für Touristen, sondern vor allem auch für Einheimische. „In einer fremden Stadt bewegt man sich bewusster als in der eigenen Heimatstadt. In ihr sieht man die Besonderheiten oft gar nicht, weil man sie als selbstverständlich nimmt“, sagt Ursula Grüner von Landshut Tourismus. Bei den vorgestellten Themenführungen durch die Stadt geht es also auch ein bisschen darum, den Landshuterinnen und Landshutern die Augen zu öffnen. Bei einem Messegewinnspiel zum Thema Bücher und Lesen – Karl May lässt grüßen – kann man außerdem attraktive Preise gewinnen. In Landshut lohnt es sich, aufs Radl zu steigen. Das gilt auch vor den Toren der Stadt. Deswegen hat Landshut Tourismus auf der Messe zusätzlich eine Radl-Infostation eingerichtet, an der Messebesucher kostenloses Kartenmaterial finden für Touren, auf denen sie im Wortsinn „erfahren“ können, was es unterwegs zu entdecken gibt. Am Wegesrand des Isarradweges beispielsweise trifft man in der Ochsenau erst auf ungarische Graurinder, die vom Landschaftspflegeverband Landshut nach Niederbayern gebracht wurden. Im Rahmen eines Pilotprojektes, das Naturschutz und Geschichte verknüpft. Ein paar Kilometer weiter, im Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen, kann man dann vom Radsattel aus über 90 Wasservogelarten beobachten.

„Durch den Landkreis Landshut führen acht überregionale Fernradwege, neben dem Isarradweg auch die Deutschlandroute 11 oder die Niederbayerntour“, wie Eva Brunner in der gleichen Halle am Stand des Landratsamtes Landshut betont. Hinzu kommt ein dichtes Radwegenetz, denn im Landkreis gibt es zahlreiche fahrradfreundliche Kommunen. Auch wenn man entlang der Flussufer gemütlich fahren kann, im dazwischenliegenden Tertiärhügelland geht es bergauf, bergab. Da ist man einer modernen Gangschaltung oder dem unterstützenden Elektromotor durchaus dankbar. Frühere Radlergenerationen mussten sich da mehr plagen, wie die historischen Fahrräder aus der Bruckbergerau am Stand zeigen. Allen, die statt in die Pedale zu treten, lieber zu Fuß unterwegs sind, wird auf der Messe der 128 Kilometer umfassende Landshuter Höhenwanderweg empfohlen. Neben der Hauptroute gibt es 17 Rundwanderwege unterschiedlichster Länge und Schwierigkeitsgrade. „Da gibt es Strecken, die man mit Kinderwagerl oder Rollator gut schaffen kann, ebenso wie Routen durch Schluchtenwälder, bei denen man schon mal die Zähne zusammenbeißen muss“, meint Brunner. Dank Schautafeln ist man auf dem Höhenwanderweg nicht nur unterwegs durch die Landschaft, sondern auch durch die Siedlungs- und Naturgeschichte: Was es mit Kalktuffquellen auf sich hat, wo der Seidelbast wächst oder welchen Weg die polnische Königstochter auf dem Weg zur Landshuter Hochzeit 1475 genommen hat? Wanderer wissen es! Daneben gibt es auf dem Stand des Landratsamtes ein buntes Mitmachprogramm: man kann den Golfschläger schwingen, Samenbomben für ein blühendes Landshut bauen, einem Kinderbuchautor zuhören oder mit Alpakawolle filzen.

Unterwegssein macht oft glücklicher als Ankommen. Ob auf zwei oder auf mehr Rädern. Das zeigt auch der anhaltende Wohnmobilhype. Der Markt hat sich seit 2012 mehr als verdoppelt und momentan strebt die Branche die Zahl von 1,4 Millionen Wohnmobilen in Deutschland an. „Mit dem Wohnmobil oder einem Kastenwagen unterwegs zu sein, ist die letzte große Freiheit, die wir haben“, erklärt Markus Sieger alias CamperMarkus, Geschäftsführer bei LA-Caravaning, die steigende Nachfrage. „Man kann hinfahren, wo man will, bleiben so lange man will oder eben auch weiterfahren, wann man will.“ LA-Caravaning stellt auf dem Freigelände der Niederbayern-Schau auf fast 1000 m2 Wohnmobile und Wohnwagen unterschiedlichster Marken aus. Das 2016 gegründete Unternehmen offeriert Verkauf, Vermietung und Werkstattleistungen. Die Markenunabhängigkeit des Betriebes hat den Vorteil, dass CamperMarkus und sein Team den Kunden das anbieten können, was sie wollen oder brauchen, und nicht das, was vom Platz muss. Denn ältere Städtereisende haben ganz andere Anforderungen an Größe und Ausstattung ihres Fahrzeuges als eine junge Familie. „Mit einer Rasselbande von Kindern brauchen Sie beim Caravaning nicht Luxus, sondern vor allem robustes Mobiliar“, sagt CamperMarkus. Auch junge Abenteuersuchende wie Surfer, Radler oder Kletterer machen sich mittlerweile mit fahrbarer Unterkunft auf ihren Weg.

Warum in die Ferne schweifen, auch im eigenen Garten ist es schön. Wobei es die einen mehr gepflegt, die anderen mehr natürlich mögen. Mähen müssen in der Regel aber alle mal. Auf dem Freigelände der Niederbayern-Schau kann man sich bei der Max Ismaier KG über das Spektrum der Möglichkeiten informieren und dann entscheiden, ob man sich lieber entspannt auf den Rasentraktor setzt oder der Mähroboter künftig allein im Garten unterwegs ist. Auf der Messe erlebt man eben viele Seiten der Mobilität.


Zurück