Heimat & Brauchtum

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Mia san Tracht

Zum modernen bayerischen Lebensgefühl gehören Offenheit für Techniken der Zukunft ebenso wie heimatliches Brauchtum. Tracht, Tradition und Handwerk spielen daher die Hauptrolle in den Hallen 3 und 4 der Messe Rosenheim.

Mit Tracht trägt man nicht einfach Kleidung, sondern ein Stück Heimat auf dem Körper. Aus Sicht der Kenner, ist es dabei nicht egal, wer, wo, wann, was, wie anzieht. Auf der Messe Rosenheim, in den Hallen 3 und 4, kann man unter dem Motto „Mia san Tracht“ mehr über die Geschichte und Tradition der Tracht erfahren. Beispielsweise am Stand des Bayerischen Trachtenverbandes e.V. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, dass gewachsene Brauchtum zu bewahren und an jüngere Generationen weiterzugeben. Neben Informationen rund um die Vereinstätigkeiten erwarten die Besucher tägliche Vorführungen bei denen Trachten erklärt und alte Handarbeitstechniken wie Spinnen, Klöppeln, Strumpfstricken, Edelweißschnitzen vorgestellt werden. Wer da Lust bekommt, kann sich bei Anbietern klassischer Trachtenmode einkleiden oder am Stand von Rock a Dirndl erleben, wie sich die Liebe zur bayerischen Tracht auch unkonventionell und durchaus provozierend ausleben lässt. Dass gute alte Handwerkskunst zeitlos ist, zeigen Drechslervorführungen und von Feintäschnern des Berufsbildungswerks München gefertigte Trachtenartikel aus Filz.

Um die Pflege heimatlichen Brauchtums geht es auch bei den Schützen. Die Gebirgsschützenkompanie Rosenheim stellt ihre Vereinsarbeit vor. Beim Schützengau Rosenheim kann man zudem am gläsernen Schießstand seine Treffsicherheit prüfen oder die neue Trendsportart Blasrohrschießen kennenlernen.
Urig und moderner Lifestyle zugleich ist mittlerweile auch das Grillen. Die Glutsbrothers ergänzen perfekt die Ausstellerriege im Messebereich „Mia san Tracht“. Der Grill-Store aus Rosenheim zeigt neueste Geräte und praktisches Zubehör, mit deren Hilfe man zünftig grillen, smoken oder backen kann. Grillvorführungen mit Verköstigung inbegriffen.

Am Messewochenende wird aufgespielt. Die Blasmusik besetzt die Bühne. Der Alphornbläser Franz Schüssele ist ebenso dabei wie die Musikanten der Mitteroim-Musi. Am Sonntag zum Frühschoppen von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr wird der Gstanzlsänger Erdäpfekraut alias Hubert Mittermeier seine „Spottverserl“zum Besten geben und Publikum und Co. gnadenlos derblecken. Nicht umsonst ist der Holledauer mehrfacher Gstanzlsängerkönig. Wer da beim Lachen sein Bierglas nicht aus den Augen verlieren will, tut gut daran, vorab am Stand von „mei-bier.de“ eine Biertracht, sprich ein trachtiges Namensetikett aus besticktem Hirschlederfür Glas, Krug oder Flasche zu erstehen. Oans, zwoa ...

Gstanzlsänger „Erdäpfekraut“ derbleckt auf der Messe Rosenheim

Mit im Gepäck hat er seine neue CD "30 Jahre Erdäpfekraut - Gstanzl, Witze, Musi"
 
Der Gstanzlsänger und Hochzeitslader „Erdäpfekraut“ alias Hubert Mittermeier zeichnet sich mit seinen kernigen Sprüche, seinem deftigem Humor und Hintergründigem zwischen den Zeilen aus. Das Original aus der Holledau dableckt gnadenlos von Bayern bis Österreich das Publikum spontan und aus dem Stegreif. Mit nur wenigen Stichworten reimt er seine Verserl und singt alles, was ihm unterkommt, schlagfertig nach allen Regeln der Kunst aus.
 
Hubert Mittermeier gilt als einer der "besten Gstanzlsänger Bayerns" (Kötztinger Umschau) und ist bekannt aus den BR-Sendungen Wirtshausmusikanten beim Hirzinger, Hallo AlmanyaMusikantentreffen in Niederbayern und Wir in Bayern
2014 gewann er als Sieger den Hut beim Hutsingen in Hepberg bei Ingolstadt.  2011 hat er für die "Lufthansa" das längste Wiesn-Gstanzl auf dem Münchner Oktoberfest gesungen, das via Internet in die ganze Welt hinaus übertragen wurde. Als Hochzeitslader war er auch im BR-Beitrag "Traumhochzeiten in Bayern" zu sehen.
 
Er schafft es immer wieder, das Publikum mit seinen spontanen Vierzeilern, Gedichten, Witzen und viel schauspielerischem Talent zu begeistern. Nicht umsonst eilt Mittermeier ein besonders guter Ruf voraus. Wenn er mit seinem Röntgenblick durch die Reihen marschiert, entgeht ihm nicht die geringste Kleinigkeit: Frisur, Kleidung oder Haarfarbe, Körpersprache, Speisenwahl oder der Umgang mit dem Partner - für alles findet der mehrfache Holledauer Gstanzlsängerkönig einen liebevoll-frechen Spruch aus dem Stegreif und seine Rückschlüsse sind erstaunlich treffend. Und er schafft den Spagat, dass er nie unter die Gürtellinie gerät und der Derbleckte immer selber herzhaft mitlachen kann. 
 
Inzwischen kann er schon auf sein 35-jähriges Bühnenjubiläum zurückblicken. Zu diesem Anlass hat er seine inzwischen 3. CD fertiggestellt, die er nach Rosenheim mitbringt. Darauf sind neben seinen Gstanzln auch seine Lieblingswitze zu hören. Umrahmt wird dieses Werk von bayerischer Musik der bekannten "Orig. Hochstaufner Buam" aus dem Rupertigau. Weitere Infos unter www.erdaepfekraut.de
 
Der Gstanzlsänger aus der Holledau tritt am Sonntag, 07.04.2019, zwischen 10.30 und 13 Uhr in der Halle 3-4 im Festzelt auf der Loretowiese auf
 
 
(Urheberrechtsquellenangabe Foto: Carolyn Mittermeier)

Täschnerhandwerk aus Bayern – mit sozialem Hintergrund

Claudias Taschenladen 
 
Wer kennt noch den Beruf des Feintäschners – ein traditioneller, kreativer und handwerklich anspruchsvoller Beruf, zur Herstellung von Gegenständen wie Taschen und Geldbeutel aus Leder oder anderen Materalien.
 
Unsere gehörlose Tochter Melanie absolvierte die Ausbildung zum Feintäschner beim Berufsbildungswerk München (www.bbw-muenchen.de) – diese Einrichtung des Bezirks Oberbayern bildet Menschen aus, die einen Förderbedarf Hören und/oder Sprache haben.
 
Als wir - mehr aus Spaß - die in Handarbeit gefertigten Artikel wie Trachtentaschen, Handyhüllen und kleineren Accessoires auf Märkten zum Verkauf angeboten haben, hat uns die Resonanz überwältigt und es entstand daraus ein rasant wachsender Geschäftsbetrieb. Mittlerweile sind wir ganz Süddeutschland und Österreich vertreten und verkaufen überwiegend aus 100% Wollfilz gefertigte Teile.
 
Mit der Herstellung der Artikel beim Berufsbildungswerk München tragen wir nicht nur zur praxisnahen und realitätsbezogenen Ausbildung der förderungsbedürftigen Jugendlichen bei; auch alle Rohstoffe sind aus der Region.
 
 
(Foto: BBW-München)