Was es nicht alles gibt!

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Was es nicht alles gibt!

Anfang Oktober findet auf dem Gelände der Freiheitshalle wieder die Oberfranken-Ausstellung (OFRA) statt. Die Verbrauchermesse, die alle zwei Jahre rund 40.000 Besucher anzieht, bietet einen breiten Einblick in die Wirtschaftskraft, die Lebensqualität und die Erlebnispotentiale der Region. Themenhallen erlauben es, sich gezielt zu informieren. „Es lohnt sich für das Publikum aber auch, einfach auf Entdeckungstour zu gehen“, meint Peter Kinold, Messeveranstalter und Geschäftsführer der gleichnamigen Ausstellungsgesellschaft. „Zu den Stärken der OFRA zählt, dass die Besucher sehen und erleben können, was es Innovatives und Überraschendes gibt – und zwar oft direkt vor ihrer Haustür.“

 

Bestes Beispiel ist das Leistungsangebot der Malermanufaktur Carsten Reiss aus Regnitzlosau. In Halle 1 zeigt der 2014 gegründete Betrieb, wie man mit nur zwei Mann und außerordentlicher handwerklicher Kompetenz Innen- und Außenräume gestaltet, die abseits jeder Norm liegen. Inhaber Carsten Reiss ist der Überzeugung: „Räume sollten auf einzigartige Weise zu ihren Bewohnern passen. Wir bieten daher Alternativen zur Dutzendware Raufasertapete mit Dispersionsfarbe.“

 

Fugenlose Badezimmer

In der Malermanufaktur werden Wand- und Bodenoberflächen nach Kundenwunsch gefertigt. Zum Einsatz kommen Kreativtechniken mit überwiegend mineralischen Werkstoffen wie Kalk, Lehm, Zement oder Beton, darüber hinaus auch Echtmetall. Neben dem ästhetischen Aspekt spielen dabei Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und der Wohlfühlfaktor eine wichtige Rolle. „Dispersionsfarben und Teppichböden bedeuten immer auch Chemie im Haus. Mineralische Farben und Putze sind dagegen frei von Weichmachern und Lösemitteln, regeln den Luftfeuchtigkeitsgehalt in Räumen, sind lichtecht und sogar schimmelresistent“, so Reiss. Eigenschaften, die schon unsere Vorfahren überzeugt haben und sich auch in modernem Wohnambiente nutzen lassen. Auf der OFRA wird neben Wohnraumsituationen beispielsweise ein fugenloses Bad zu sehen sein, bei dem gespachtelter Beton die Fliesen ersetzt. Leicht zu reinigen und puristisch in der Anmutung.

 

Tapeten im Duschbereich

Die vermeintlich in die Jahre gekommene, gemusterte Tapete kommt auf der Messe ebenfalls edel und exklusiv daher. Die Malermanufaktur bezieht sie aus Italien. Dort wird sie von Hand gefertigt: Das Trägermaterial, ein Vlies, wird bespachtelt, bemalt oder bedruckt und anschießend so veredelt, dass sie selbst im Duschbereich bedenkenlos die Wand schmücken kann. Zur Auswahl stehen Musterkollektionen, deren Motive individuell angepasst werden können. Wer will, kann sich sogar eine Tapete im eigenen Wunschdesign herstellen lassen.

 

Von seinem Auftritt auf der OFRA, verspricht sich der mittlerweile europaweit tätige Reiss vor allem zwei Dinge: „Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass man nicht unbedingt weit fahren muss, wenn man in Oberfranken das Außergewöhnliche sucht. Und darauf, dass ‚anders als normal‘ zwar nicht günstig ist, aber auch nicht die Welt kostet.“ In diesem Sinne wünscht er sich viele neugierige Messebesucher. Mit beschichteten Holzwürfeln als Hingucker will er sie zum „Hinhocken“ motivieren. Seine Gestaltungsfreude macht eben auch vor Möbeln nicht halt.

 

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