„Jeder Mensch ist ein Schatz.“

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„Jeder Mensch ist ein Schatz.“

Auf der Oberfranken-Ausstellung (OFRA) in Halle 2 stehen der Mensch und die Mitmenschlichkeit im Vordergrund. Vereine, Verbände und Unternehmen informieren zu den Bereichen Gesundheit, Soziales, Familie und präsentieren, was man für andere, mit anderen oder – zum Beispiel in Sachen Ernährung und Wellness – auch für sich tun kann.
 
Wie geht’s? Diese in vielen Ländern gängige Begrüßungsformel zeigt, welchen Stellenwert Gesundheit und Wohlbefinden für den Einzelnen haben oder haben sollten. In der Hektik des ganz normalen Lebens gerät das nur allzu oft in Vergessenheit. Wichtig ist beispielsweise, sich genügend Ruhe und Erholung zu gönnen. In Halle 2 der OFRA in Hof finden die Messebesucher Produkte rund um den gesunden Schlaf, können sich über Auszeiten in der österreichischen Bergwelt oder über nahe gelegene Wellness- und Kurangebote informieren. Wer seinen Körper gezielt fördern und fordern will, findet zudem Massage- und Fitnessgeräte für Zuhause. Wer seinen Körper verwöhnen will, kann in die Welt der Pflegeprodukte hineinschnuppern. Bewegung ist gut – aber was ist, wenn man kleinere oder größere körperliche Einschränkungen hat? Auf der OFRA erhalten die Besucher fundierte Fachberatung sowie die richtigen Hilfsmittel: von der Schuheinlage über den Rollator bis zum Treppenlift. Bei der AOK erfährt man, dass neben Entspannung und Bewegung die Ernährung eine zentrale Rolle spielt. Gut, dass der Stand der Ölmühle nicht weit ist, die mit viel Liebe hergestellte Bio-Produkte anbietet.
 
Zum Wohlfühlen gehört für jeden Menschen auch das Dazugehören. Die Lebenshilfe Hof hat sich daher bei ihrer Gründung im Jahr 1963 zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderung die Teilhabe an der Gesellschaft zu sichern. Johannes Frisch, Leiter der Heilpädagogischen Tagesstätte, sagt: „Das Motto der Lebenshilfe heißt: Lebensfreude inklusive. Wenn man die Menschen in unseren Einrichtungen sieht, kann man feststellen, dass diese Aussage nicht weit hergeholt ist. Uns treibt der Gedanke der Inklusion. Wir fördern und begleiten die Begegnung zwischen Menschen ohne und Menschen mit Behinderung.“ Und das auf vielfältige Weise. Rund 450 Beschäftigte unterstützen 1000 Menschen aller Altersstufen durch Frühförderung, im Therapeutisch-Pädagogischen Zentrum, zu dem das Montessori Kinderhaus, die Schule am Lindenbühl sowie die Heilpädagogische Tagesstätte gehören, durch die Arbeit in den Hochfränkischen Werkstätten, in Wohnheimgruppen und durch die Offenen Hilfen. Zu den letztgenannten zählen beispielsweise Schulbegleitung oder familienentlastende Dienste. Auf der OFRA bieten die Einrichtungen der Lebenshilfe fünf Thementage lang Programm und Mitmachaktionen: Den Mittwoch gestalten die Bereiche Offene Hilfen und Wohnheimgruppen. Es geht um Freizeit, Musik, Ehrenamt und Wohnen. Am Donnerstag stellen sich die Schülerfirmen der Schule am Lindenbühl vor. Der Freitag gehört dem Montessori Kinderhaus. Am Samstag geht es unter dem Motto „Jeder Mensch ist ein Schatz“ um die Frühförderung und Therapie. Sonntag zeigen die Hochfränkischen Werkstätten, was Menschen mit Behinderung leisten. „Das ist Qualitätsarbeit“, so Werner Köhler, dort zuständig für Einkauf und Vertrieb. „90 Prozent unserer Aufträge kommen aus Industrie und Wirtschaft, bei 10 Prozent geht es um Eigenprodukte.“ Zu denen zählt auch der Käseigel, der deutschlandweit zu den Bestsellern zählt und während der Messe am Stand erhältlich ist. Ein sich durchziehendes Messethema ist für die Lebenshilfe die Suche nach Mitarbeitern. Der Auftritt soll vermitteln, wie sinnvoll die Arbeit bei der Lebenshilfe ist und wie viel Freude der Umgang mit Menschen mit Behinderung macht.
 
Ob mit oder ohne Behinderung, das menschliche Miteinander ist nicht immer einfach. Soziale Kompetenz kann man nicht früh genug erlernen. Der Apicula-Verlag aus dem Vogtland, der Bücher und Fördermaterial für Kinder im Vor- und Grundschulalter bietet, hat den Schwerpunkt daher auf deren kognitive, soziale und emotionale Förderung gelegt. „Mit unseren Materialien wollen wir Kindern spielerisch und anschaulich den Zugang zur eigenen Gefühlswelt sowie zu der ihrer Mitmenschen ermöglichen. Sie lernen unter anderem mit ihren Gefühlen umzugehen, Grenzen zu setzen, Grenzen einzuhalten, aber auch Gefahren zu erkennen“, meint die Verlagsleitern Heike König. Auf dem Stand in Halle 8 ist auch eine kleine Aktionsfläche vorgesehen, auf der die Illustratorin des Verlages zeichnet.

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