Nahrung & Genuss

Sie sind hier:
Zurück zu Schwerpunkte

Naheliegender Genuss!

Das Leben kann man auf vielfältige Art genießen. Auf der Oberfranken-Ausstellung (OFRA) erfahren Besucher, welche Möglichkeiten dazu direkt vor der Haustür liegen.

Unter dem Motto „Das Coburger Land genießen“ präsentieren sich die Stadt und der Landkreis Coburg, das Funkhaus Coburg, die Neue Presse Coburg und die Genussregion Coburger Land gemeinsam auf der diesjährigen Oberfranken-Ausstellung. „Wir wollen auf der Messe erlebbar machen, wie viel Lebensqualität Stadt und Region zu bieten haben. In den Bereichen Kultur, Erholung und Freizeit ebenso wie bei den kulinarischen Genüssen“, sagt Stefan Hinterleitner, Regionalmanager in der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH.

Kulturelle Vielfalt und Freizeiterlebnisse

So spiegelt sich auf dem Gemeinschaftstand in Halle 7 beispielsweise die Breite des regionalen Kulturangebotes wider. Veste Coburg und Schloss Ehrenburg laden in die Historie ein. Museen wie die Alte Schäferei in Ahorn stellen sich vor. Das Landestheater informiert über Anspruchsvolles, Spannendes oder Heiteres im Programm. Liveauftritte auf dem Messestand sind inbegriffen. Das gilt auch für die Präsentation der länderübergreifenden Urlaubsregion „Coburg. Rennsteig“, in der es unzählige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten zu entdecken gibt – allesamt stress- und staufrei direkt vor der eigenen Haustür zu erreichen. Vom aktiven Freizeitspaß mit Fahrrad oder auf Skiern bis zur Entspannung in der ThermeNatur Bad Rodach ist Abwechslungsreiches dabei. „Diese Breite des Spektrums wollen wir auf der OFRA zeigen“, freut sich Landrat Michael Busch, der 1. Vorsitzende der Tourismusregion „Coburg.Rennsteig“.

Kulinarische Entdeckungen

Neben Kultur und Natur darf beim Thema Genuss natürlich die Kulinarik nicht fehlen. Im Namen der  “Genussregion Coburger Land“ stellen Erzeuger und Vermarkter auf dem Messestand Lebensmittel und Spezialitäten vor, die nach Heimat schmecken und aus der Heimat kommen. Lässt man sich die Kostproben auf der Zunge zergehen, merkt man schnell, dass die Produkte in Qualität und, dank nachvollziehbarer, kurzer Transportwege, in ihrer Frische mehr als überzeugen. „Der besondere Geschmack hat aber auch viel mit gewachsener Tradition und Handwerkskunst zu tun“, so Tobias Gruber, der Netzwerk-Manager der Genussregion. „Daher haben wir täglich wechselnde Vorführungen geplant, bei denen man Bäckern beim Brezelschlingen oder Brauern beim Bierstacheln über die Schulter schauen kann.“ Wer da Appetit auf mehr bekommt, kann gleich für zu Hause einkaufen. Ideen für die Zubereitung findet man im Magazin „Mahlzeit“ der Neuen Presse Coburg. Es versammelt die Lieblingsrezepte der Zeitungsleserinnen und -leser. Auf der OFRA wird die aktuelle Ausgabe vorgestellt.

Regionaler Genuss hat noch einen weiteren Vorteil: Er ist nicht anonym, man lernt die Menschen kennen, die hinter Angeboten und Produkten stehen. Radio Eins vom Funkhaus Coburg hat daher auf dem Messestand „Das Coburger Land genießen“ eine Talk-Ecke eingerichtet, in der Akteure und Publikum miteinander ins Gespräch kommen können. Bild: @contactdesign.de

Summende Erntehelfer

Die Honigbiene. Ohne sie wäre die Welt nicht ganz so bunt. Grund genug, mehr über sie zu erfahren: zum Beispiel auf der Oberfranken-Ausstellung (OFRA) in Coburg. In Halle 3 führt der Landesverband Bayerischer Imker e.V., vertreten durch den Kreisverband Coburg, die Messebesucher durch das Bienenjahr.

Während Bienen von Blüte zu Blüte fliegen, um Nektar und Pollen zu sammeln, bestäuben sie ganz nebenbei Kultur- und Wildpflanzen. So erhalten sie eine artenreiche Natur, ermöglichen farbenprächtige Blumengärten, die Ernte rotwangiger Äpfel oder auch von gelbem Raps. Laut Deutschem Imkerbund hängen rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau von der Bestäubung durch Honigbienen ab. Bauern, Gärtner und Imker arbeiten entsprechend Hand in Hand. „Man braucht sich gegenseitig“, meint Sylvia Franz, die 1. Vorsitzende des Kreisverbandes Coburg der Bayerischen Imker. „Wir sind auf die Hilfe der Landwirtschaft angewiesen, damit unsere Bienen genügend Nahrung finden. Die Bauern wissen um den Wert der Biene, ohne die sie nur magere Ernten hätten.“ Kein Wunder also, dass beispielsweise bei den Obstbauern am Bodensee Imker mit ihren Bienenkästen willkommene Gäste sind.

Das Imkern ist aber kein leichtes Spiel und durchaus arbeitsintensiv. Auf der Messe zeigt der Kreisverband, welche Arbeiten das Jahr über anfallen: von der Schädlingsvorsorge im Herbst, der Pflege des Winterquartiers, über die im Frühjahrprüfung, ob das royale Bienenvolk noch eine Königin hat, bis zur Honigernte in den Sommermonaten. Kästen mit Waben in unterschiedlichen Stadien, Gerätschaften und Honigschleudern veranschaulichen die Informationen. „Wir wollen mit unserem Messeauftritt Bewusstsein schaffen für die Wichtigkeit der Biene. Jeder kann etwas für die fleißigen, von der Varroamilbe bedrohten Insekten tun,“ so Franz. Sei es, dass er in einer Ecke des Garten blühende Bienenweiden wachsen lässt. Sei es, indem er selbst zum Imker wird.

Welche Möglichkeiten es gibt, das Imkern zu lernen, ist ebenfalls Thema am Imkerstand auf der OFRA. Die Imkerschule Oberfranken in Mitwitz bietet z. B. Workshops und Schulungen. Ihr Besuch ist zwingend, wenn man Honig im Imkerglas des Deutschen Imkerbundes verkaufen will. Im Kreisverband Coburg werden Jungimker außerdem ein Jahr lang von Paten begleitet. Dass zum Imkern Wissen gehört, ist unbestritten. Dass man dafür viel Platz benötigt oder im ländlichen Raum wohnen sollte, stimmt allerdings nicht. Immer mehr Freizeitimker ernten Honig vom Balkon und das sogar mitten in Metropolen und Großstädten. Selbst auf dem Dach des Berliner Doms leben Bienenvölker. Das Stadt-Imkern liegt im Trend und bringt dank begrünten Innenhöfen, Parks, Schrebergärten und nicht zuletzt der Urban-Gardening-Bewegung Spaß sowie reichlichen Honigertrag. Den gibt es in Coburg auch – auf der OFRA kann man ihn kaufen und kosten.