Im Einsatz für Mensch und Gesellschaft

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Im Einsatz für Mensch und Gesellschaft

Die Johanniter-Unfall-Hilfe stellt auf der Frühjahrsmesse „Leben, Wohnen, Freizeit“ ihre Arbeit und ihre Rettungshundestaffel vor.

Mitmenschlichkeit und karitativer Einsatz für den Nächsten sind keine Selbstverständlichkeit. Zudem zeigen sie sich meist wenig aufsehenerregend im Vergborgenen. Der Regionalverband Schwaben der Johanniter-Unfall-Hilfe möchte mit seinem Messeauftritt auf der „Leben, Wohnen, Freizeit“ (LWF) in Halle 3, Stand 371 daher öffentlichkeitswirksam auf die Menschen aufmerksam machen, die sich für das Wohl der anderen einsetzen. Michael Rettenmaier, Mitglied des Regionalvorstandes der Johanniter in Schwaben, meint dazu: „Vielen ist es gar nicht bewusst, aber das Rettungssystem in Deutschland, sei es bei Hochwassereinsätzen oder bei der Vermisstensuche, funktioniert nur, weil sich Menschen ehrenamtlich dafür engagieren.“
 Die 1952 gegründete Johanniter-Unfall-Hilfe steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und ist mittlerweile zu einer der größten Hilfsorganisationen Europas gewachsen. Allein im Regionalverband Schwaben sind neben 110 hauptamtlich Beschäftigten rund 400 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer organisiert. Zu letzteren zählen auch die zwei- und vierbeinigen Mitglieder der Johanniter-Rettungshundestaffel, die sich auf der Messe präsentieren. Die Hundeführer sind Menschen wie du und ich, vom Bankangestellten bis zum Architekten, die im Alltag ihrer Arbeit nachgehen, auf Abruf von Polizei oder Feuerwehr aber alles stehen und liegen lassen und sich mit ihren Hunden unverzüglich auf die Suche nach vermissten Personen machen. Das können verwirrte ältere, demenz- oder diabeteskranke Personen sein, Kinder, die sich verlaufen haben, Jogger, die einen Unfall hatten, suizidgefährdete Personen etc.
 
Spürnasen, die Leben retten
„Auch wenn die Einsätze leise und ohne Martinshorn ablaufen, die Mensch-Hundeteams unserer Staffel retten Leben“, sagt Rettenmaier. Er ergänzt: „Mittlerweile werden bei der Vermisstensuche auch Drohnen eingesetzt, doch die Technik hat ihre Grenzen. Sie funktioniert nur auf offenen Flächen.“ In uneinsichtigen Wald- und Siedlungsgebieten oder in Gebäuden liegt der Vorteil klar bei den Hunden, die aufgrund ihres hervorragenden Geruchssinns zu Recht als Spürnasen bezeichnet werden. Unterschieden wird zwischen Mantrailing und Flächensuche. In beiden Fällen wird der Geruchssinn der Hunde genutzt. Bei der Flächensuche bewegt sich der Rettungshund frei, z. B. auf einem unwegsamen Territorium, nimmt menschliche Witterung auf und zeigt durch ein bestimmtes Verhalten gefundene Personen an. Die Johanniter-Staffel arbeitet in diesem Bereich unter anderem mit GPS-Geräten, Karte und Kompass. Beim Mantrailing nehmen dagegen angeleinte Personenspürhunde die Geruchsspur eines bestimmten Menschen auf und folgen diesem Individualgeruch bis sie die Person gefunden haben oder sich die Spur verliert. Hinter dem Können steht in beiden Fällen hoher persönlicher Einsatz und eine strenge, bis zu drei Jahre dauernde Ausbildung für Mensch und Tier mit abschließender Prüfung. Vorführungen auf der Messe geben den Besuchern Einblick in das Rettungshundetraining und zeigen das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Hund.
 
Ein Vierzigtonner voller Tombola-Preise
Zugunsten der Rettungshundestaffel steht auf der LWF ein Truck voller Tombola-Preise. Die Tombola-Lose kosten ein Euro pro Stück. Das Schöne daran: Jedes Los gewinnt. Jetzt ist klar, warum man für die Preise einen Vierzigtonner braucht. Die Erlöse kommen zu hundert Prozent der Johanniter-Rettungshundestaffel zugute.
 
Zur Messe:
Die 47. Frühjahrsmesse „Leben, Wohnen, Freizeit“ findet von 21. bis 29. April 2018 auf dem Messegelände in der Friedrichsau statt. Sie ist die größte Verbrauchermesse in der Region Ulm und wird zum sechsten Mal von der Messe „Kunstschimmer“ begleitet. Geöffnet ist täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

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