Pfeilschnell raus aus dem Alltag

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Pfeilschnell raus aus dem Alltag

Die Bogensport-Messe „Schwaben-Bow“ präsentiert sich auf der Jagd- und Fischereimesse in Ulm

Sich voll und ganz auf ein Ziel konzentrieren, ruhig werden, die Atmung kontrollieren – und loslassen. Bogenschießen ist eine Präzisionssportart, die Körper und Geist gleichermaßen trainiert. Im Schießsport verzeichnet das Bogenschießen neben Biathlon den höchsten Zulauf im Kinder- und Jugendbereich. Aber auch in allen anderen Altersgruppen ist es beliebt. Und obendrein gesund, wie Wolfgang Simon, Vorstand des Bogensportvereins Ulm (BSV), betont. „Mit Blick auf den Körper stabilisiert der Sport das Skelett, mental ermöglicht er dem Schützen, vom Alltag abzuschalten.“ Hinzu kommt der soziale Aspekt, der sich unter anderem durch das breite Altersspektrum der aktiven Schützen ergibt: Im BSV kommt es schon mal vor, dass sich eine Sechsjährige mit einem 83-Jährigen darüber austauscht, mit welchen Pfeilen man besser trifft.

Die zunehmende Beliebtheit des Bogensports zeigt sich auch auf der Jagd- und Fischereimesse in Ulm. Im Rahmen der Fachmesse findet dieses Jahr zum zweiten Mal die Bogenmesse „Schwaben-Bow“ statt. In Halle 3 informieren Aussteller über die verschiedenen Bogensportarten, bieten Ausrüstung, Hüllen, Kleidung und Zubehör für Bogensportler und solche, die es werden wollen. Ob traditioneller Langbogen aus Naturmaterial oder hochmoderner Compound-Bogen, in den Schießkanälen von Anbietern wie Bogenshop Binder, Wiley-Bow oder Archery-Equipment, der übrigens mit 300 aufgespannten Bögen auf der Schwaben-Bow ist, kann man Pfeil und Bogen testen. Wer noch nie einen Pfeil in den Bogen gespannt hat, kann das außerdem unverbindlich einfach mal auf den Schießbahnen der Königlich privilegierten Schützengesellschaft Weißenhorn in Halle 2 ausprobieren. Dort können Besucher in drei Bogenbahnen ihr Talent oder ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Für Schützen, die lieber mit Lasergewehr oder Luftdruckwaffe umgehen, stehen gesonderte Schießbahnen bereit.

Special Highlight der Schwaben-Bow ist sicherlich der vom BSV gemeinsam mit der Ulmer Ausstellungsgesellschaft organisierte 2. Ulmer Messe Cup. Das Preisgeldturnier zieht Schützen aus Süddeutschland und der Schweiz an, von Crailsheim bis zum Bodensee, von Stuttgart bis Bayerisch-Schwaben. Insgesamt werden an drei Tagen 144 Schützen in den unterschiedlichen Altersklassen teilnehmen. Der jüngste Turnierteilnehmer ist zehn, der älteste 82 Jahre alt. Ausgetragen werden Wettkämpfe in vier Disziplinen. Am Freitag findet das traditionelle Schießen mit Langbögen aus Holz bzw. das Schießen mit Blankbögen statt. In beiden Disziplinen wird ohne Zielhilfe geschossen. Am Samstag messen sich die Schützen in der einzigen olympischen Bogendisziplin: Olympic Recurve, wobei die Recurvebögen mit Visier und Stabilisatoren ausgestattet sind. Am Sonntag treten die Schützen mit Compound-Bögen an. „Das sind moderne, technisch ausgeklügelte Bögen, mit denen man hohe Genauigkeit und Geschwindigkeit erzielen kann“, sagt Simon. „Damit fliegt der Pfeil mehr als doppelt so schnell wie beim Recurve.“ Da muss man als Zuschauer schon genau hinschauen. Möglich ist das zum Beispiel über seitliche Sichtfenster in den Schießkanälen. In jeder Disziplin und Altersklasse erhalten die fünf Erstplatzierten ein Preisgeld bzw., falls sie das Alter von 18 Jahren noch nicht erreicht haben, interessante Sachpreise.

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