Mit Pfeil und Bogen

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Mit Pfeil und Bogen

Im Rahmen der Jagd- und Fischereimesse in Ulm feiert im Februar 2018 die Schwaben-Bow Premiere. Auf der Bogensportmesse kann man erleben, wie sich Pfeil und Bogen von der steinzeitlichen Jagdausrüstung zu modernen Sportgeräten entwickelt haben. 
 
Robin Hood ist wohl einer der legendärsten Bogenschützen, aber bei weitem nicht der erste. Bereits in der Steinzeit gingen die Menschen mit Pfeil und Bogen auf die für sie überlebensnotwendige Jagd. Die Pfeilspitzen wurden damals aus Horn, Geweihen, Knochen oder aus Feuerstein gefertigt. Ein mühsames Unterfangen, wie der Archäologe, Museumspädagoge und Kunsthandwerker Marek Thomanek auch durch eigener Hände Arbeit weiß. Auf der Messe kann man ihm dabei zusehen, wie er nach überkommener Manier Pfeilspitzen, Faustkeile und Messer aus Feuerstein herstellt. Heraus kommen dabei mehr als Objekte zum Bestaunen: „Im prähistorischen Stil gearbeitete Steinmesser werden heute beispielsweise in der Kräuterküche gern verwendet“, so Thomanek. „Sie haben andere Schneidequalitäten als herkömmliche Stahlmesser. Sie werden bei richtiger Handhabung nicht stumpf und es kommt nicht zu chemischen Reaktionen bei der Verarbeitung von Lebensmitteln.“ Bei den Bogenschützen kommen die Pfeilspitzen ebenfalls gut an.
 
Breite Auswahl, individuelle Fertigung
Der weitere Gang durch die Messehalle 3 zeigt: Seit der Steinzeit hat sich viel getan. Nicht nur, was die Materialien von Bogen-, Pfeil- und Zubehörauswahl angeht, sondern auch deren Vielfalt. Neben Langbögen findet man Compound-Bögen, deren Sehnen über drehbare Räder an den Bogenenden laufen. Bei Recurvebögen sind die Enden der Wurfarme zurückgebogen, ausgestattet mit Visier und Stabilisator werden sie zudem zum modernen olympischen Sportgerät. Anhänger des traditionellen oder intuitiven Bogenschießens wiederum verzichten auf solche Zielhilfen, vertrauen ihrer Augen-Hand-Koordination und nutzen sogenannte Blankbögen. All das zeigt, das Verhältnis zwischen Bogen und Schütze ist ein sehr individuelles. Neben namhaften Markenprodukten, sind auf der Messe daher auch Manufakturen vertreten, die individuell nach Kundenwunsch fertigen oder den Interessenten Bogenbaukurse anbieten.
 
In der Ruhe liegt die Kraft
Ob olympisch oder traditionell, der Bogensport hat hohe Anziehungskraft. Als Präzisionssportart fordert und fördert er die Fähigkeit zu Konzentration und Ruhe. Vielleicht ist es dieses Fokussieren auf ein Ziel, das, verbunden mit dem Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung, den Bogensport zum idealen Ausgleich im heutigen reizüberfluteten Alltag macht. „Am besten versteht man die Faszination, wenn man selbst einmal zu Pfeil und Bogen greift“, meint Peter Kinold, der Geschäftsführer der Ulmer Ausstellungsgesellschaft (UAG) und freut sich, dass die Aussteller den Messebesuchern die Möglichkeit dazu bieten: im Schießkanal oder im 3D-Bogenschießkino und selbstverständlich unter Anleitung.
 
Spannender Sportevent
Erst mal zuschauen, geht aber auch. Die Schwaben-Bow ist Austragungsort des 1. Ulmer Messecups. Das von der UAG veranstaltete Preisgeld-Bogenturnier wird unter der Regie des Bogensportvereins Ulm (BSV Ulm) und mit täglicher Siegerehrung durchgeführt. Am Freitag stehen die Disziplinen „Blankbogen/ Langbogen“, am Samstag „Olympic Recurve“ und am Sonntag „Compound“ auf dem Programm. Eingeladen sind Bogenschützen aller Klassen und aller Vereine in Ulm und Umgebung. Anmeldeschluss ist der 4. Februar 2018. Ein Startgeld ist zu entrichten. Die angemeldeten Turnierteilnehmer erhalten freien, Begleitung und Vereinsmitglieder ermäßigten Eintritt. Der Eintritt berechtigt zum Besuch der kompletten Jagd- und Fischereimesse.
 
Zur Messe:
Die 19. Baden-Württembergische Jagd- und Fischereimesse findet von 9. bis 11. Februar 2018 auf dem Messegelände Friedrichsau in Ulm statt. Sie ist mit rund 15.000 m2 Ausstellungsfläche und ca. 250 Ausstellern die größte und bedeutendste Jagd- und Fischereimesse im Land. Geöffnet ist täglich von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr.

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