Alles andere als von gestern

Sie sind hier:

Alles andere als von gestern

Individualität auf vier Rädern: US Cars und Custom Cars auf der Freizeitmesse Passau

Mit der zunehmenden Digitalisierung in unserer Gesellschaft wächst interessanterweise auch der Wunsch nach dem Wahren und Echten, nach Unmittelbarkeit und Einzigartigkeit. Kein Wunder also, dass Do-it-yourself und Produkte mit Manufakturcharakter im Trend liegen. Das zeigt sich auch in der wachsenden Anhängerschaft von Custom Cars. Bei den Fahrzeugen, die nach individuellen Wünschen gestaltet oder umgebaut werden, sind in der Szene vor allem die klassischen, amerikanischen Modelle beliebt. Auf der Freizeitmesse werden unter der Regie von Vinzenz Gottschewski, dem Geschäftsführer der Bavaria Kustomz UG, sehenswerteUnikate aus Lack und Chrom präsentiert.
 
Neben dem Design ist oftmals auch das, was in den US Cars steckt, atemberaubend. An den vier Messetagen werden in moderierten Bühnenshows beispielsweise Lowrider vorgestellt. Mit Hilfe elektrisch betriebener Hydraulik- oder Pneumatikpumpen können diese Sonderanfertigungen mehr als nur von A nach B fahren: Sie springen, tanzen und manche fliegen sogar. Kinder wissen das längst aus dem Kinofilm „Cars“, in dem unter anderem Ramone, ein meist violetter Chevrolet Impala, eine Rolle spielt. Ein ihm nachempfundener, voll funktionsfähiger Mini-Lowrider ist auf der Messe dabei und steht für Fotoshootings mit seinen jungen Fans bereit. In den ebenfalls vorgestellten 66er-Oldsmobile können Wagemutige außerdem selbst einsteigen und in einem Sprungwettbewerb mit Wasserbechern die eigene Geschicklichkeit beweisen. Besucher sollten ruhig ihre Augen trauen: Autos können auch abheben. Das gilt auf jeden Fall für den 79er Oldsmobile Cutlass, der auf der Messe im Takt der Musik die Räder schwingt. Bewundern lässt sich darüber hinaus ein Dragster, ein Wagen für Beschleunigungsrennen. Am Samstag wird mit ihm ordentlich aufs Gas gedrückt. Ein weiterer Höhepunkt am Messesamstag ist das große US Car und Oldtimertreffen. Gottschewski freut sich schon auf viele Teilnehmer.
 
US Cars fallen auf im deutschen Straßenbild. Die Fahrer grüßen sich und dank Eva und Mike Wittmann treffen sie sich in Passau mittlerweile auch. Was vor sechs Jahren als Stammtisch anfing, ist heute zu einem Verein mit rund 40 Mitgliedern gewachsen: Der US Car Freunde Passau e.V. Die Liebhaber amerikanischer Autos werden am Sonntagvormittag auf der Freizeitmesse einfahren. Mit dabei sind stark motorisierte Muscle Cars aus den 1960er und 1970er Jahren ebenso wie moderne US Cars, die beispielsweise in Lackierung, Beklebung oder Motortechnik optimiert, sprich individualisiert wurden. Unter ihnen sieben Mustangs der gleichen Baureihe, von denen keiner dem anderen gleicht. So was sieht man nicht alle Tage. Neben anschauen kann man auch reinsitzen und mit den Besitzern ins Gespräch kommen.
 
Wer dann doch lieber in einem „normalen“ Auto fährt, kann sich bei den Autohäusern, die auf der Freizeitmesse Passau ausstellen, über aktuelle Fahrzeugmodelle informieren. So wird das Autohaus Zander mit der Skoda Road Show vor Ort sein und die Hirschvogel GmbH mit dem Freizeit- und Reisemobil Marco Polo von Mercedes Benz Lust auf einen Kurzurlaub im Grünen machen.

Zurück